Ergotherapiekongress 2026 in Bielefeld

Drei Tage voller Impulse, Begegnungen und Diskussionen

Vom 10. – 13. Juni 2026 fand der Ergotherapie-Kongress in der Bielefelder Stadthalle mitten im Stadtzentrum statt. Auch in diesem Jahr waren wir als Lernende der Wannseeschulen und der Alice Salomon Hochschule beim Ergotherapie-Kongress des Deutschen Verbands Ergotherapie (DVE) vertreten. Gemeinsam mit fast 2.000 Ergotherapeut:innen, Studierenden und Lernenden aus dem gesamten Bundesgebiet verbrachten wir drei intensive und inspirierende Tage in Bielefeld.

Das Kongressprogramm bot eine beeindruckende Vielfalt an Vorträgen, Workshops, Gesprächsrunden und Impulstalks. Entsprechend unseren individuellen Interessen verteilten wir uns auf unterschiedliche Angebote und konnten uns so über ein breites Spektrum aktueller Ergotherapeutische Themenfelder informieren. 

Besonders gefreut hat uns, dass unsere Dozentinnen im Programm überdurchschnittlich stark vertreten waren. Ihre Vorträge und Beiträge waren nicht nur fachlich spannend, sondern machten uns auch ein wenig stolz auf unsere Ausbildungsstätten.

Besondere thematische Ausflüge mit Aus- und Weitblick auf die Stadt sorgten für die nötige Abwechslung. Bei Workshops, darunter „STEPS“, „Pacing“ und „Yes you can“, sowie in “Walk & Talks” kamen wir mit anderen Teilnehmenden ins Gespräch und diskutierten Themen wie Menschenwürde, Menschlichkeit in der Ergotherapie, Behandlungsansätze und gesellschaftliche Verantwortung. Gerade diese Formate zeigten uns nochmal eindrücklich, wie wertvoll fachlicher Austausch auch außerhalb von Vortragsräumen sein kann.

Ein weiterer wichtiger Treffpunkt war die begleitende Fachmesse. Am Stand der ASH trafen wir unsere Dozentinnen wieder, informierten uns am DVE-Stand über aktuelle berufspolitische Entwicklungen und kamen mit zahlreichen Aussteller:innen ins Gespräch. Dabei ließen wir uns durchaus von manchem Verkaufsgespräch begeistern und sammelten viele Anregungen für die zukünftige Praxis. Gleichzeitig wurden wir mit einer spannenden Bandbreite an Materialien und Hilfsmitteln konfrontiert: von gut begründeten und durchdachten Angeboten bis hin zu vermeintlichen Therapieerleichterungen, deren Nutzen wissenschaftlich nur schwer nachvollziehbar erschien. Auch diese kritische Auseinandersetzung gehört für uns zum Kongress.

Beim Lernendenpicknick nutzten einige von uns die Gelegenheit, Kontakte zu anderen angehenden Ergotherapeut:innen zu knüpfen und sich über Ausbildungswege und Zukunftsperspektiven auszutauschen. Nach den Kongresstagen blieb außerdem noch Zeit, gemeinsam Bielefeld zu erkunden und die Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen.

Unser Fazit: Der Kongress war anstrengend, voller neuer Eindrücke und manchmal auch herausfordernd, gleichzeitig aber äußerst informativ, motivierend und inspirierend. Wir nehmen viele fachliche Impulse, neue Kontakte und spannende Denkanstöße mit in unsere Ausbildung.

Ein wenig Wehmut bleibt dennoch: Wenn alles nach Plan läuft, werden wir im kommenden Jahr nicht mehr als Lernende von den vergünstigten Teilnahmebedingungen profitieren können. Umso mehr haben wir die diesjährige Kongressteilnahme genossen und freuen uns darauf, auch künftig Teil der ergotherapeutischen Fachgemeinschaft zu bleiben. 

Text: Frau Jakobi, Frau Schoska, 6. Semester
Fotos: Frau Illigens, Frau Schoska, Herr Freitag, Herr Kragl